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Ehrenamtliche Sozialrichter

Wie wird man ehrenamtlicher Sozialrichter?

Den Kammern der Sozialgerichte gehören neben dem Berufsrichter jeweils zwei ehrenamtliche Richterinnen oder Richter an. Sie werden für fünf Jahre durch die Sozialgerichte berufen. Vorgeschlagen werden sie von hierzu ermächtigten Verbänden oder Vereinigungen. Das ist vom Fachgebiet abhängig und können z.B. Gewerkschaften und Arbeitgebervereinigungen, Sozial- und Behindertenverbände, aber auch Behörden sein.

Die ehrenamtlichen Richterinnen und Richter spiegeln in ihrer Zugehörigkeit zu bestimmten Verbänden und Vereinigungen die Interessen der am Gerichtsverfahren beteiligten gesellschaftlichen Gruppen wider.

Voraussetzung zur Berufung sind:
deutsche Staatsangehörigkeit, Vollendung des 25. Lebensjahres. Für eine Bewerbung sollte man in dem jeweiligen Gerichtsbezirk des Sozialgerichtes wohnen oder beschäftigt sein. Für eine Tätigkeit in den Kammern für Angelegenheiten der Sozialversicherung und der Arbeitsförderung ist eine versicherungspflichtige Tätigkeit notwendig.

Was macht ein ehrenamtlicher Sozialrichter?

Sozialgerichte entscheiden in Angelegenheiten

  • der fünf Sozialversicherungen (Arbeitsförderung, Renten-, Kranken-, Pflege- und Unfallversicherung)
  • des sozialen Entschädigungsrechtes
  • des Schwerbehindertenrechtes
  • des Vertragsarztrechtes
  • des Bundeserziehungsgeldgesetzes
  • der Grundsicherung für Arbeitssuchende (u.a. Arbeitslosengeld II)
  • der Sozialhilfe, des Sozialgeldes und des Kindergeldzuschlages.

Interessierte gehen zu einer Gewerkschaft, einem Sozial-Verband oder ihrem Arbeitgeber und lassen sich von denen dem Sozialgericht als ehrenamtlicher Sozialrichter vorschlagen.

Link zum Sozialgericht Berlin
Hier finden Sie weitere Informationen zur Bewerbung als ehrenamtlicher Sozialrichter in Berlin.